Sprachspiegel-Netztipp, Okt. 2016

Rechtschreibung

Christian Stang gewinnt dem Duden auch vergnügliche Seiten ab

Wer nicht immer im Duden nachschauen mag (Buch oder www.duden.de), kann einen handlicheren Ratgeber benutzen oder sich die wichtigsten Regeln einprägen. Zu beidem zugleich taugen drei neuere Bücher von Christian Stang, Berater für Rechtschreibung an der Universität Regensburg und gelegentlich «Sprachspiegel»-Autor. Im Bibliographischen Institut, Berlin, ist soeben in 2. Auflage erschienen: «Duden Deutsche Rechtschreibung kompakt. Die Grundregeln auf einen Blick verständlich dargestellt» (80 Seiten, ca. Fr. 12.-).

Mit Quizfragen anregend gestaltet ist «Zweifelsfälle der deutschen Rechtschreibung» (Praesens, Wien 2015, 76 S., ca. Fr. 8.50). Dieses Jahr ist im gleichen Verlag gefolgt: «So setzen Sie Zeichen! Grundwissen Mikrotypografie in 15 Schritten» (48 Seiten, ca. Fr. 12.-). Da erfährt man z.B., ob es noch einen zusätzlichen Schlusspunkt braucht, wenn ein Satz mit drei Auslassungspunkten endet, also … Richtig, es hat keinen gebraucht. Laufend kann man seine Kenntnisse der Rechtschreibung mit Quizfragen des Autors testen, auf den Websites der Wochenblätter «Die Zeit» und «Focus».

Mit der Konzentration auf die Orthografie bilden die genannten Werke eine ideale Ergänzung zur SVDS-Publikation von Johannes Wyss, «Richtig oder falsch? Hitliste sprachlicher Zweifelsfälle» (NZZ Libro 2016, 176 S., ab Fr. 20.-). Sie ist soeben in 2. Auflage erschienen und befasst sich mit Problemen jenseits der Rechtschreibung: Grammatik, Wortbedeutungen, Stilistik.

© Daniel Goldstein (Sprachspiegel – www.sprachverein.ch)